Sonntag, Februar 07, 2010

Presse

"Liebevolle Begegnung mit Gott - besinnliche und unterhaltsame Lesung mit Autorin Kerstin Hack" - der erste Presseartikel über die Tour ist erschienen. Er steht neben Karnevalsberichten, Chorproben, TSV Versammlung und einer Anzeige für Räumungsverkauf. Unter anderem hieß es da über mich:
Dabei lockt sie nicht mit einfachen Lösungen oder Patenrezepten, sondern bietet unerwartete und spannende Ergebnisse einer ehrlichen Suche an, die bei jedem Einzelnen Interesse, Sensibilität und Mut wecken können, sich individuell auf den Weg zu machen, Antworten auf Fragen zu seiner Lebensgeschichte und den Zugang zu Gott zu finden.
Vor allem möchte Hack die Hoffnung wecken, dass für jeden Menschen eine neue Begegnung mit Gott möglich ist, die Trost auch für solche Erlebnisse bietet, deren tieferer Sinn und womöglich nützlicher Wert sich uns zumindest zunächst nicht erschließt.

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Begegnungen

Ich bin dankbar für die Begegnungen auf der Reise. Mit Menschen, die offen von dem erzählen, was sie angesprochen hat oder wo sie noch Fragen haben. Wenn man an mit Menschen einem alten Tisch sitzt, an dem schon Hunderte von Menschen zuvor Platz genommen und ihre Spuren und Kerben im Holz hinterlassen haben, neben einem Schrank in dem schon Napoleon auf seinem Europa-Feldzug Sachen abgelegt hat und sich dann die Geschichte eines langen Lebens erzählen lässt, kann man einfach nur glücklich sein. Das Leben ist reich und spannend.

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Samstag, Februar 06, 2010

Sprache und Verstehen

An der Kasse eines Einkaufsmarkes ging das Gespräch darum, dass wohl ein erneuter Wintereinbruch droht (nee...bitte nicht). Eine Frau bat ihren Mann, doch noch eine Packung Streusalz zu holen. Er kam mit einer kleinen Packung Speisesalz zurück. Ich konnte - obwohl mir der Mann leid tat - nicht anders - ich hab fast Tränen gelacht. Vielleicht kann man mit gelachten Tränen auch vereiste Straßen auftauen?

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Entdeckungsreise

"Ich bat den Mandelbaum, mir von Gott zu erzähen. Da fing er an zu erblühen. Ich bat den Menschen, mir von Gott zu erzählen. Da fing er an, ganz Mensch zu sein."
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In dem Moment, dem man sich einer Aufgabe verschreibt, beeit die Vosehung sich auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wäre geschehen, um zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheiidung; und der sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Bewegungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.

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Zwei spanende Zitate, die ich auf meiner Reise aufgesammelt habe.
Es bewegt mich, dass ich auf meiner Lesetour nicht nur über eine Reise zu und mit Gott lese und erzähle, sondern ihn selbst im Unterwegssein auf die eine oder andere Art erlebe: in dem liebevollen Wunsch eines Kindes, beim Requiem von Mozart in der wunderschönen gotischene Stiftskirch, in Begegnungen, Reaktionen, Gesten, Berührungen, Geschenken...in vielem kann ich seine Präsenz erahnen und manchmal meine ich auch ihn zu spüren.

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Freitag, Februar 05, 2010

Erfahrungen

Eine der spannenden Dinge auf der Hütten-Tour ist , dass ich ganz unterschiedlichen Menschen und Orten begegne. Gestern Saarlouis war warm, intensiv und schön. Spannend fand ich, dass mir mehrere Menschen auf der Tour erzählten, dass mein Erzählen davon, wie ich entdeckte, dass Gott meine Firma nicht für mich führen wollte (wie ich es unbewusst erwartet hatte), sondern MIT mir, als persönliches Highlight erlebt hatten, besonders hilfreich fanden. Das hätte ich nicht erwartet. Aber es freut mich.
Da mein geplantes Quartier kurzfristig platzte, übernachtete ich - zum ersten Mal in meinem Leben - in einer Pilgerherberge die zum Jakobsweg gehört - auch eine ganz spannende Erfahrung.

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Donnerstag, Februar 04, 2010

Lesezeit

Ich hab mir vorgenommen, auf der Reise nicht auch noch an neuen Projekten zu arbeiten, sondern mich auf die Lesungen zu konzentrieren. Was dazu führt, dass ich unterwegs Zeit zum Lesen habe...stundenlang in ein Buch "eingekuschelt" sein ist Luxus pur. Vermutlich werden die vier Bücher, die ich im Gepäck habe, nicht als Lesestoff für die 11 Tage reichen...aber dann hole ich mir eben Nachschub.

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Heimspiel


Gestern habe ich in Lauda im Taubertal - fast an der Grenze zu Franken, wo ich aufgewachsen bin, die erste Lesung der Hütte-Süd Tour gehalten und bin dankbar. Es waren viele Leute gekommen, ich konnte beim Lesen spüren, dass sie mit dem Herzen dabei waren... Den Einstieg hab ich mit einer Coaching-Frage gemacht "Was müsste heute passieren, damit es sich gelohnt hat, hierher zu kommen?" um die Erwartungen der Menschen abzuspüren und mit der Auswahl der Texte, die ich las darauf einzugehen.
Hinterher gab es viele Kommentare, Feedback über das, was Menschen beim Zuhören bewegt hat. Eine Frau erzählte, dass es sie sehr berührt hat, dass ich davon erzählte, wie wichtig es ist, zu zeigen, was einen bewegt...sie würde das kaum tun...immer denken: "Was denken denn die anderen...". Ich empfahl ihr das neue Quadro von Rosemarie Stresemann "Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham." Ein Mann erzählte offen, wie schwer es ihm fällt, Gottes Liebe zu erfahren...der Mann von der Presse bat hinterher um mein Buch - er hatte so intensiv zugehört, dass ich vermute, dass er es nicht nur aus beruflichen Gründen haben wollte. Kurz: ein guter Abend und eine richtig tiefe ruhige Nacht (wenn man in der Stadt lebt, ist es immer erstaunlich, wie ruhig es auf dem Land sein kann).
Jetzt gibt´s bald Frühstück, dann geht es über Heidelberg - Kaffee mit ner Freundin - weiter nach Saarlouis. Im Saarland war ich noch nie. Ich bin gespannt.

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Mittwoch, Februar 03, 2010

Februar-Rhythmus


Die nächsten Wochen werde ich täglich 3 - 5 Stunden Zug fahren - gelegentlich unterbrochen von Kaffeetrinken mit Freunden, die auf der Strecke wohnen und 3 - 4 Stunden Lesungen halten, Gespräche führen, Bücher signieren, für Menschen da sein. Bin mal gespannt, wie ich diesen Lebensrhythmus erlebe, verkrafte und hoffentlich auch genieße. Heute Mittag geht es los. Nach Lauda - Saarlois - Winterthur - Liesthal - Wiesbaden - Öhringen - Göppingen. Genaue Orte könnt ihr auf meiner Terminseite nachsehen. Falls ihr in der Nähe seid - herzliche Einladung!

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Dienstag, Februar 02, 2010

Reise nach Arizona gewinnen


Meine Freundin Rima und ich haben an einem Wettbewerb teilgenommen.
Wenn wir gewinnen, kriegen wir ne Reise nach Arizona. Das wäre cool!

Meine Bitte:
Wenn dir unser Bild gefällt, bitte für uns stimmen.
Wir sind die vorletzen "Kerstin aus Berlin" in der Liste.
Abstimmen könnt ihr direkt hier.

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Lebensweisheit und Grabinschrift


2006 war - wirtschaftlich - eines der schwierigsten Jahre meines Lebens. Das Einkommen reichte eigentlich nicht zum Leben, es war insgesamt ziemlich hart. Gestern ist mir beim Blick auf die Zahlen aufgefallen, dass es zwar vom finanziellen Ergebnis her mächtig mies war, aber dass ich in diesem miesen Jahr die Impulshefte entwickelt habe - einen der größten Schätze, der viele Menschen bereichert und mir emotional und wirtschaftlich gut tut.
Das hat mich an etwas erinnert, was ich im Coaching immer betone. Ich ermutige Menschen, sich nicht nur am aktuellen Zustand zu messen, weil der Ergebnis von x Faktoren ist, die sie z. T. gar nicht beeinflussen konnten (z. B. wie ihre Eltern mit ihnen umgingen usw.).
Ich ermutige sie vielmehr, auch auf das zu schauen, was sie selbst jetzt gerade entwickeln und das in die Bewertung einzubeziehen (auch wenn man manches erst hinterher erkennt).
- Welche Entscheidungen lernen sie treffen?
- Wo entwickeln sie Neues?
- Wo bauen sie jetzt gerade Stärke auf (die sich vielleicht später auswirkt)?

Ruth Bell Graham, die spritzige, lebenslustige Frau von Billy Graham, sah mal am Ende einer Straßen-Baustelle ein Schild, das darauf hinwies, dass die Bauarbeiten nun zu Ende sind und den Autofahrern für ihre Geduld dankte. Sie nahm das als Bild für ihr Leben. So lang wir leben, sind wir eine Baustelle. Lernen dazu. Es zählt nicht nur das aktuelle Ergebnis, sondern auch die Bereiche, an denen wir - und Gott mit uns - arbeiten. Das Leben und Entwickeln hört erst im Himmel auf. Ruth Bell Graham fand diesen Gedanken so wichtig, dass sie auf ihren Grabstein schreiben lies: "End of construction - thank you for your patience"

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Dienstag, Januar 26, 2010

Gute Nachricht

Manchmal haben wir uns so an manche wertschätzende Aussagen der Bibel gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, was für eine Explosionskraft diese Worte für Menschen haben, die sie zum ersten Mal hören und "die gute Nachricht" darin entdecken. Gestern erzählte mir ein indischer Christ von einem Gespräch, das er mit einem sehr gebildeten Leiter einer der Kaste der Unberührbahren hatte, der alle heiligen Schriften seiner Religion gelesen hatte. Innerhalb der Kaste der Unberührbaren gibt es wohl noch eine ganze Reihe von Untergruppen: Die Kaste der Hirten, der Töpfer usw.
Der Mann hatte einen Traum von Jesus gehabt und dem Christen, Josy, davon erzählt. Der gab ihm darauf hin eine Bibel, damit er mehr von Jesus erfahren könnte. Drei Stunden später rief der Mann Josy an:
- "Das ist das beeindruckendste Buch, was ich je gelesen haben! Ich habe zwar erst die ersten Seite gelesen, aber es ist das beeindruckendste, was ich je gelesen habe."
- "Wie kannst du denn sagen, dass es das beeindruckendste ist, wenn du erst eine Seite gelesen hast?"
- "Ich konnte gar nicht weiter lesen. Was ich da las, hat mich so bewegt, ich musste es immer wieder lesen?"
- "Was hat dich denn bewegt."
- "Das, was da stand!"
- "Ja, was denn genau?"
- "Da steht, dass wir Menschen als Abbild Gottes geschaffen sind. Mein ganzes Leben lang habe ich gehört, dass wir Unberührbaren weniger wert sind als eine Ratte, eine Schlange, ein Elefant oder eine Kuh. Und in diesem Heiligen Buch steht, dass wir als Abbild von Gott geschaffen sind."

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Sonntag, Januar 24, 2010

Gabentisch abräumen

Es gehört zu meinen - wie ich finde liebenswerten - Macken, dass ich nach Festen wie Weihnachten oder Geburtstag den Gabentisch meist einen ganzen Monat lang stehen lassen. Ich freue mich an den Geschenken, den Karten und daran, dass sie Beziehung und Freundschaft, Herzlichkeit und Zuneigung sichtbar ausdrücken. Und das koste ich gern - auch lange aus.
In den letzten Tagen sah mein Gabentisch allerdings etwas "zerrupft" aus, weil "Gebrauchs-Geschenke" wie Schokolade und Kekse und Duschgel natürlich ihren Weg in das innere oder an die Umhüllung meines Körpers fanden. Die verbliebenen Geschenke und Karten sehe ich mir jetzt noch einmal in Ruhe an, bevor ich sie an ihren neuen "Wohnort" bringe.

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Samstag, Januar 23, 2010

Erster Abend der Hütte Impulstour

Er liegt hinter mir. Der erste Abend der Hütte-Impulstour. Es war richtig gut.
Die 90 Minuten Puffer, die ich eingeplant hatte, obwohl man bis Cottbus nur 2 Stunden braucht, habe ich - dank der Deutschen Bahn (s. u.) voll ausgeschöpft. Meine Abholer und ich kamen an, als alle Zuhörer schon da waren. Die Veranstalter hatten den Raum mit 40 Stühlen bestuhlt und mussten ständig neue Stühle holen, weil sich am Ende 97 Personen eingefunden hatten. Die kleine, romantische Kirche war mit Kerzen ausgeleuchtet und hatte eine richtig schöne Atmosphäre.
Die Teilnehmer (ich hab gefragt) kamen zu etwa einem Drittel aus der veranstaltenden Gemeinde, zu je einem weiteren Drittel hatten sie durch Freunde von der Lesung gehört und aus der Zeitung. Letzteres freute mich besonders, weil es sich dabei auch um Menschen handelte, die sich sonst nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigten, wie der Kommentar einer Frau nach der Lesung zeigte.
"Ich gehöre keiner Kirche an. Es hat mich sehr bewegt, was Sie gelesen haben und dass Sie offensichtlich einen Weg gefunden haben, wie sie ihrem Herzen und Gott begegnen können."
Ein anderer, etwas älterer Mann meinte, es habe ihn berührt, zu hören, wie ich meine Gabe, zu formulieren zur Entfaltung bringen würde. Jeder Mensch habe ja Gaben von Gott bekommen, aber nicht jeder hätte die Unterstützung durch Gott und Menschen, diese auch zu entwickeln. Hinter seinem Kommentar vermutete ich traurige Anklänge an viele verhinderte Lebensentfaltungen in der DDR Zeit, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn danach zu fragen.
Wieder Jemand anderes fragte, wie ich denn meinen Glauben außerhalb solcher besonderer Zeiten, wie ich sie in Die Hütte und ich geschildert habe, leben würde.
Und zuletzt begeisterte mich die Frage eines etwa 8-Jährigen Jungen, der wissen wollte, ob ich mir das alles selbst ausgedacht habe und wie lange man für so ein Buch braucht. Ich erzählte ihm, dass Übung den Meister macht und ich meinen ersten Roman mit 13 Jahren geschrieben hatte. Ganze eineinhalb Seiten lang. Dann ist mir nichts mehr eingefallen.
Für mich war es - trotz der Hektik im Vorfeld - ein sehr schöner, gelungener Abend. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, es ging gut, nur am Ende waren die Lippen schmerzhaft trocken (und tun immer noch weh!). Da werde ich mir für die längere Tour noch etwas einfallen lassen müssen. Aber jetzt freu´ ich mich an der Sonne in Berlin. Und einem freien Samstag.

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5 x Deutsche Bahn - DB

Meine gestrigen Erfahrungen mit der Deutschen Bahn und meine persönliche Bewertung (in Klammern).

1) Warum kann man die Strecke Berlin - Cottbus nicht online buchen? Nerv (6)
2) Die Mitarbeiterin am Schalter weist mich unaufgefordert darauf hin, dass es ein billigeres Ticket gibt, als das, um das ich bat. Ich spare 5 Euro und freue mich (1a).
3) Am Bahnhof Zoo erfahre ich, dass der Abfahrtsbahnhof des Zuges kurzfristig nach Lichtenberg verlegt wurde und ich mit der S-Bahn dorthin fahren solle. Ich habe 15 Minuten Puffer. Die reichen nicht. Als ich in Lichtenberg ankomme sehe ich den Zug nach Cottbus - abfahren! (6)
4) Ich frage sicherheitshalber mehrfach, ob die Rückfahrt regulär sein wird. Erhalte immer ein "Ja", alles in Ordnung als Auskunft. Erst im Zug (um 23.10 Uhr) erfahre ich, dass der Zug nicht regulär im Westen der Berlins halten wird, sondern nur im Osten und Nordosten. Die Aussicht, Nachts um 1.00 noch quer durch die Stadt zu fahren, begeistert mich nicht. (4-)
5) Der Zug hat einige Minuten Verspätung. Der Zugbegleiter, den ich nach Verbindungen in den Westen der Stadt gefragt hatte, ruft unaufgefordert die S-Bahn am einzigen möglichen Umsteigebahnhof an und bittet den Fahrer, auf mich zu warten. Das spart mir 30 Minuten warten in der Kälte bei Minus 10 Grad.(2+)

Ergebnis: Ich habe mal wieder verstanden: Die Bahn ist kein Konzern, sondern vor allem Menschen. Von denen manche klug, umsichtig, vorausschauend und initiativ handeln. Andere nicht. Die weniger umsichtigen Mitarbeiter zu fördern und zu mehr Eigenintiative bringen könnte, wäre eine spannende Aufgabe. Ich würde sie glatt coachen!

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Donnerstag, Januar 21, 2010

Warum gibt es Leid und wie werde ich glücklich?

Die Lausitzer Rundschau hat unter obiger Überschrift - in Vorbereitung auf die Hütte-Impulstour - ein Interview mit mir abgedruckt. Die Autorin hat bis auf ein paar Kleinigkeiten (ich sagte, die Menschen haben nicht nur um die Toten geweint, sie haben auch um sich geweint) ziemlich genau wiedergegeben, was ich gesagt habe. Die Überschrift finde ich ziemlich umfassend. Wäre schön, wenn man auf diese beiden riesigen Fragen eine Antwort geben könnte. Ich werde es - ein Stück weit - versuchen und bin sehr gespannt, wie viele und was für Menschen Morgen kommen werden.

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Mittwoch, Januar 20, 2010

Komplimente

Ich habe beschlossen, von nun an, jede Bestellung als ein Kompliment für unsere Arbeit zu werten. Der Gedanke fühlt sich gut an.

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Flugsicherheit

Ziemlich verrückt. Nach meinem letzten Flug erzählte ich einer Freundin, dass ich es ziemlich problematisch finde, dass man, wenn man kein Gepäck hat, bei innerdeutschen (und auch innereuropäischen) Flügen nicht mehr auf seine Identität geprüft wird. Man druckt sich die Bordkarte zu Hause aus. Geht durch den Sicherheitsbereich und dann ins Flugzeug. Ohne dass irgend jemand kontrolliert hat, ob man die Person ist, deren Name auf der Bordkarte steht. Das fand ich - obwohl ich garantiert kein Sicherheitsfanatiker bin - nicht wirklich witzig. Jetzt entdecken mehr Leute, dass das vielleicht keine so gute Idee ist.

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Samstag, Januar 16, 2010

Mitgefühl

Tochter (1. Klasse) von Freunden schreibt in Twitter: "Ich hab jäst ein gipsfarband." Oh!

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Erstaunliches Feedback

Ein Buchhändler schrieb mir auf Facebook zu meinem Buch "Die Hütte und ich": "Habe Dein Buch angefangen - bin mir nicht sicher, ob ich jemals so ein ehrliches Buch gelesen habe."
Wow. Was für ein Feedback.

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Gottesbilder

Wenn einer an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass der wahre Gott nicht aus Holz ist. Leo Tolstoi

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Donnerstag, Januar 14, 2010

Hauptgewinn

Beim Neujahrsempfang in meinem Fitness-Studio hab ich nen Vortrag über SWING. Dein Leben in Balance gehalten. Und bei der Tombola den Hauptgewinn gewonnen: 1 Monat Pilates-Kurs umsonst....puh....wenn ich nicht aufpasse, werde ich noch ´ne Sportskanone (das letzte Mal hatte ich ´nen Massagegutschein gewonnen, das war entspannender...)

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Mittwoch, Januar 13, 2010

Zwillingsgeburt



Die stolze Mutter mit den beiden neugeborenen Kindern....

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So kann man sich irren

Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung. Kaiser Wilhelm II (1859-1941)

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Dienstag, Januar 12, 2010

Klage und Anklage

Es ist ein Unterschied, ob man etwas beklagt oder jemanden anklagt. Anklage bringt in Distanz. Distanz vom anderen ("du bist schuld"), Distanz von sich sich selbst (man spürt nicht mehr das Herz, sondern denkt viel mehr "der andere...").
Klage bringt Nähe. Nähe zum Anderen ("ich klage das vor dir" "Ich teile das mit dir"). Und Nähe zum eigenen Herzen ("Das spüre ich, das bewege ich, das betrauere ich").
In unserer Gesellschaft gibt es kaum eine Kultur, die echtes Klagen zulässt. Jammern ja, da sind wir Weltmeister. Aber echtes Klagen und Zeigen von tiefem Schmerz vor Gott und Menschen? Gar "Klageweiber", die Resonanzboden sind, der dem eigenen Schmerz die Erlaubnis gibt, sich auszudrücken?
Klage vor Gott ist nichts machtloses. Es macht vielmehr los von dem, was uns festhält. Erlaubt, zu spüren, was wir empfinden und ihm Ausdruck zu verleihen. Und so tröstende Resonanz und vielleicht auch Hilfe zu erfahren.

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Way to faith

Ein Fundstück (auf Englisch...)

According to traditional Christianity, a person was not ?saved? or ?lost? in a one-stop magical affirmation of ?correct? doctrine, but, rather, the process of salvation was lived out in a community. Salvation was a path toward God, not a you?re-in-or-out event, as in ?At two thirty last Wednesday I accepted Jesus.? Just as Hillary Clinton said about child rearing, the process of redemption took a village. Pastors were part of that ?village? tradition and were inducted into existing communities of faith. They were not self-made and reinventing the faith according to whim. The heart of worship was sacramental continuity and an unbroken connection to generations that came before.

aus Frank Schaeffer in Patience with God

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Gnade ist....

Derzeit lektoriere ich das neue Quadro von Rosemarie Stresemann: Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham.
Mich hat besonders der Aspekt berührt, dass Gott uns nicht anklagt und beschämt, sondern uns mit Gnade begegnet. Dazu ist mir ein Erlebnis eingefallen.
Vor einer Weile hat mir eine Freundin eine sehr gute Aloe Vera Feuchtigkeitscreme besorgt. Ich hab mich riesig gefreut, die Creme in den Rucksack getan, bin zum Flughafen gegangen, hab mein Gepäck aufgegeben...und kam mit der Creme bis zur Sicherheitskontrolle...die Tube war genau 25 ml größer als die Bestimmungen es erlaubten...weil keine Zeit war, zur Gepäckaufgabe zurück zu gehen, musste ich sie schweren Herzens wegwerfen. So ein Frust.
Meine Freundin hat mich nicht angeklagt ("Wie konntest du nur so dumm sein! Du hättest doch wissen müssen! So gehst du mit den Dingen um, die ich dir mit Mühe besorge!"). Statt war sie mit mir über meinen Verlust traurig.
Und jetzt hat sie mir zu Weihnachten eine neue Tube der gleichen Creme geschenkt. Und obendrein - für die bald anstehende Hütte Tour - ein kleines Duschgel, mit dem ich auch durch die Sicherheitschecks komme!
Das ist Gnade - Gnade, die mitfühlt, nicht anklagt und obendrein noch neu beschenkt.
Gott ist gnädig!
Für mich ein Bild

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Montag, Januar 11, 2010

Kurzrezensionen zu "Die Hütte und ich"

Eine Leserin hat mir - auf meine Bitte hin - eine Kurzrezension zu meinem neuen Buch "Die Hütte und ich" geschrieben.

Voll Spannung hielt ich das neue Buch von Kerstin Hack "Die Hütte und ich" in Händen. Eine Frage, die mich dabei sehr beschäftigte, war: "Wird das Buch genauso gut sein wie das "Hütten-Original" und wird es mich berühren?" So begann ich voll Spannung Kerstin Hacks Buch zu lesen. Für meine Frage habe ich folgende Antwort gefunden.

"Die Hütte ? und ich" ist kein Aufguss des Bestsellers, sondern ein Unikat. Durch ihre authentische und feinfühlige Art nimmt Kerstin Hack den Leser mit auf ihre ganz persönliche Hüttenreise, die in Antwerpen stattfindet.

Beim Lesen des Buches habe ich mitgewartet, mitgehofft, mitgefroren, mitgetrauert, mitgeweint und mich mitgefreut. Mehre Male habe ich das Buch aus der Hand gelegt, jedoch nicht aus Langeweile, sondern weil ich Zeit brauchte, um das Gelesene auf mich wirken zu lassen, zu verarbeiten und zu bedenken.

Durch die sehr offene und ehrliche Schilderung ihrer ganz persönlichen Lebensfragen, stellt sich Kerstin Hack auf eine Ebene mit dem Leser. Sie lädt jeden ein der, dies möchte, durch sensibel gestellte Fragen und wertvolle Impulse seinen eigenen Hüttenweg zu finden, um eine erstmalige oder neue Begegnung mit dem dreieinigen Gott zu erleben.

Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und eines der Bücher, das ich ein zweites Mal lesen werde. Schon jetzt weiß ich, dass ich ?Die Hütte und ich? dieses Jahr sicher einigen Menschen, die mir kostbar sind, schenken werde, denn ?Kerstin Hacks Hütte? ist ein wirklicher Schatz.


Eine andere Leserin schrieb:

"Die persönliche Suche, wieder zum einem neuen Vertrauen in Gott zu finden, an der die Autorin den Leser Anteil nehmen lässt, hat mich in meinen eigenen Fragen an Gott berührt. Sehr hilfreich und originell sind die Anregungen am Ende jedes Kapitels, die neugierig auf eigene Erfahrungen machen. Ich habe bereits einige Anregungen ausprobiert und fand sie sehr hilfreich, Gott einmal anders/neu zu begegnen."


Danke an die beiden Feedback-Geberinnen.Ich bin gespannt auf weiteres Feedback von anderen Leserinnen und Lesern.

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Sonntag, Januar 10, 2010

Ein Buch an einen Tag - vom Trauern und Loslassen


Habe es genossen, mit Ausnahme vom schönen Kaffeetrinken mit einer Freundin mal den ganzen Tag Zeit zu haben, ein Buch zu lesen. Hab mir das zweite Buch aus der Gefühlsbibliothek, der Serie mit den Lava-Lampen Covern, vorzunehmen und durchzulesen. Eine sehr genaue und einfühlsame Beschreibung der Gefühle und Elemente, die in einem Trauerprozess auftreten können - und der Dinge, die in Trauerphasen hilfreich sind - unabhängig davon, um was man trauert etwa den Verlust eines Partners oder Kindes, eines Arbeitsplatzes, der Gesundheit...
Kann ich allen empfehlen, die entweder selbst in Trauer- oder Loslösungsprozessen stecken oder andere dabei privat oder beruflich begleiten.

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Sahnehäubchen....



Mein Balkon ...

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Trauer


In dem Buch "Das ABC der Gefühle" (antiquierter Einband in 70er Jahre Lava-Lampen Stil, obwohl es 2008 erschienen ist, aber innen ein sehr hilfreiches Buch) wird Trauer so beschrieben [Auszüge]:
Ich [die Trauer]bin das Gefühl, das zum Loslassen gehört, und, weil es mich gibt, sortieren die Menschen beim trauernden Loslassen, was verloren geht und was bleibt - als bereichernde Erfahrung, als Erinnerung, als Begleitung in die Zukunft. Wenn es mich nicht gäbe, wäre jede Erfahrung "ex und hopp". Er mich nicht leben kann, kann nicht reicher werden.

...
Und:

Je mehr ich mit anderen Menschen geteilt werde, desto eher verschwinde ich, oder besser: ich ziehe mich zurück und mache den Platz frei für Trost oder Erleichterung.

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Samstag, Januar 09, 2010

Lebensweise Worte

Gerade habe ich mir angesehen, was Steve Job, Gründer von Apple, den Studenten der Standford Universität mit auf den Weg gibt. Persönlich, ermutigend, bewegend und tröstend. [Danke an Michi für den Tipp]

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Freitag, Januar 08, 2010

Glaube ist...

Glaube ist, daran festzuhalten, dass das scheinbar unbeantwortete Gebet vieler Jahre keine sinnlose Übung ist, sondern ein Mittel, durch das Gott seine großen, ewigen Ziele erreicht - zu seiner Zeit. - Autor unbekannt

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Donnerstag, Januar 07, 2010

Eins nach dem Anderen

Heute habe ich fast meine komplette Arbeitszeit damit verbracht, eine Mail nach der anderen zu beantworten, die sich seit Weihnachten im Posteingang angesammelt hat und bin noch weit davon entfernt, am Boden angekommen zu sein. Ich versuche, im Blick zu haben, dass es nicht nur Arbeit ist, sondern hinter jeder Mail ein Mensch steht, dem ich durch Infos helfen, durch Worte ermutigen oder durch Klarheit leiten kann. Aber bei den Mengen fällt es mir nicht leicht, immer die Liebe im Blick zu behalten.
Jetzt gehe ich erst mal zum Friseur - und freue mich, dass man da in relativ kurzer Zeit ein Ergebnis sieht!

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Mittwoch, Januar 06, 2010

Winterschluss-Wahnsinn

Bin immer noch am Kopfschütteln über den Winterschluss-Wahnsinn in Belgien. Dort haben nicht nur die Bekleidungsgeschäfte Winterschlussverkauf, sondern praktisch alle Läden vom Blumenladen bis zur Geldwechselstube!!!
Eine Verkäuferin, die ich kennen lernte als ich mir aus dem Papiermüll die edlen Tüten des Luxusgeschäfts zog, bei dem sie arbeitet, erzählte mir, dass sie am Ende des Winterschlussverkaufs Menschen nicht mehr mag. Wenn steinreiche Leute, sich darüber beschweren, dass es am Ende der Saison das reduzierte Hemd nicht mehr in ihrer Größe gibt, kann man die Lust am Bedienen sicher verlieren.

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Montag, Januar 04, 2010

Schneeflocken

Hier tanzen dicke weiße Schneeflocken vom Himmel herunter....ich genieße das ästhetische Schauspiel und hoffe, dass es Morgen nicht zu logistischen Problemen wie beim der Hinreise führt...

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Winterschlussverkauf

Bei den Rabatten hier - bis zu 70 % - könnte sogar ein Shopping-muffel wie ich ("Nur das Nötigste, keine 200 Paar Schuhe!) einkaufssüchtig werden...habe mich aber zurück gehalten. Teuerstes Schnäppchen: eine schicke Hose von Esprit von 69 auf 20 Euro reduziert. Die meiste Zeit nehme ich mir, um meine Notizen des alten Jahres durchzulesen, wieder zu entdecken, was ich gelernt habe. Oder auch wieder zu entdecken, was ich erkannt habe, aber noch nicht vollständig verinnerlicht habe. Und Antworten auf offene Fragen suchen (puh!). Wahlweise in der Wohnung meiner Freunde oder einem der schönen Cafés. Und auf dem Weg dorthin kann man ja einen Blick in den einen oder anderen Laden werfen...

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Sonntag, Januar 03, 2010

Antwerpen


Hierher zu kommen war mühsam:
- Zwei Stunden Flugverspätung
- 30 Minuten weitere Verzögerung als wir endlich im Flugzeug waren, weil der Gepäckwagen zusammenbrach
- Pendelverkehr zwischen den Stadtrand von Antwerpen und dem Hauptbahnhof
- eine Beule am Kopf, weil ich das metallene Gepäckfach übersah, als ich einem Riesenkoffer, der im Weg stand ausweichen wollte...
Gelang mir trotzdem, nicht auf das Ziel ("endlich ankommen") fixiert zu sein...sondern im Moment zu bleiben...mit einer belgischen Journalistin zu reden, die Berlin noch aus der RAF Zeit kennt, zu lesen, zu schreiben und viel zu teuren Flughafen-Kaffee zu genießen, Belgische Bahnhöfe, die wie aus einer andern Zeit scheinen, zu betrachten...
Halb Belgien kam mir entgegen, als ich vom Bahnhof zur Wohnung nahe der Haupteinkaufstr. lief...der Winterschlussverkauf hat begonnen und Abends um sechs kamen mir die erfolgreichen Einkäufer vollbepackt entgegen, so dass ich mir nur mit Mühe einen Weg durch die Menge bahnen konnte.
Die Wohnung ist schön und heimelig wie eh und je, Internet funktioniert nicht (warum auch immer), so bin ich jetzt an meinem Lieblingsplatz, draußen, wo mein Lieblingsgeiger Barocksontaten spielt...
Das Bild ist noch vom Sommer...die Temperaturen sind kälter...aber die Musik ist schön wie eh und je.
Tut mir gut, hier zu sein...
(Aus gesundheitlichen Gründen und um Ruhe zu haben, werde ich keine Mails beantworten...erst wieder am 6.1.)

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Samstag, Januar 02, 2010

Antwerpen - Abenteuer

Ich freue mich auf drei Tage Antwerpen, meine Lieblings-Coffee-Shops und Klamottenläden, aber vor allem auf Ruhe, Zeit zum Reflektieren, Planen und Abenteuer mit Gott.
Das Buch "Die Hütte und ich" in dem ich über meine letzten Antwerpen-Abenteuer berichte sollte in ein paar Tagen (nach der Inventur) erhältlich sein. Der Bildband dazu auch.

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Freitag, Januar 01, 2010

Realistisch ins neue Jahr

Man darf den sog. Realisten nicht die ganze Menschenwelt überlassen. Wir haben die Wahl, eine andere Möglichkeit zu leben. Man sieht es ja an den Künstlern, Forschern, Gründern, Erfindern und Heiligen. Sie lassen sich nicht von ihren schlechten Erfahrungen leiten, sondern von ihren guten Erwartungen. Für sie ist sie Welt voller
Verheißung, jedenfalls voller erfreulicher Chancen. Ernst Lange
Fundstück aus einem Rundbrief (danke, Simon)

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. Peter Drucker

Wenn das Glück kommt, muss man ihm eine Stuhl hinstellen. Miriam Pressler

In diesem Sinne: Euch allen ein gutes Jahr, in dem ihr das gestalten könnt, was ihr gestalten könnt...und vertrauensvoll das (los)lassen könnt, was jenseits eurer Macht liegt.

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Mittwoch, Dezember 30, 2009

Mitfühlen und Mittragen

Eine Frau, die in diesem Jahr einige herbe Schicksalsschläge einstecken musste, schrieb mir, dass mehrere (!!!) Teilnehmer des Hütte-Seminars im November ihr zu Weihnachten Mails, Post und Päckchen geschickt haben...mich berührt das. Die Leute spüren und tragen mit. Ich bin fast stolz auf "unsere" Hütte-Leute.

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Dienstag, Dezember 29, 2009

Down to Earth Jahresfeier

Mit meinem Team habe ich heute unser gemeinsames Jahr gefeiert. Ich bin sooo dankbar für diese Gruppe an begabten (!!!), warmherzigen, geduldigen (die kennen und tragen viele meiner Schwächen - zum Teil seit Jahren), die gemeinsam mit mir an einem Strang ziehen.
Mir wurde neu klar: Alles, was wir machen will das LEBEN von Menschen unterstützen, fördern, bereichern...und ich bin so froh über jedes Feedback, das mir und uns zeigt, dass es uns gelungen ist, Leben weiterzugeben und zu stärken...

Das Team


v. l. nach rechts
Tobias (rettet mich bei Computerabstürzen und Ratlosigkeit: "Wie geht das mit Excel und Serienbriefen?"), Markus (administriert und optimiert unsere Internetseite(n), Benjamin (erfreut mich einfach....unbezahlter und unbezahlbarer Mitarbeiter), Steffi (kümmert sich um Einträge ins Verzeichnis lieferbarer Bücher, Organisation von Seminaren, Hütte-Impulstour usw.), ich (ohne Worte - das ist selten), Esther (meine Assistentin nimmt mir alles ab, was mich sonst zur Verzweiflung treiben würde...was für ein Job!), Conny (ab und an mal Orga-Kram), Michael (der für die Grafik bei uns zuständig ist und mich immer wieder begeistert)...
[Auf dem Bild fehlt Günter Matthia, der Texte lektoriert und den Shop pflegt.]

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Sonntag, Dezember 27, 2009

Menschen retten

Was mich gerade sehr bewegt ist das Schicksal Tausender Binnenflüchtlinge innerhalb Afghanistans, die vor Schnee und Kälte und Kämpfen in die Provinzhauptstadt Kandahar geflohen sind und deren Überleben keineswegs sicher ist. Dabei braucht es nicht viel, um Leben zu Retten. Die Hilfsorganisation Shelter Now, die seit mehr als 20 Jahren in der Region arbeitet, kann für ca. 1 Euro ein Kind einen Monat (!) lang ernähren. In anderen Worten: Mit dem Preis von einem oder zwei Latte Macchiatos, Esspressi, Cappuchinos kann man das Leben eines Kindes retten.
Ich hab einerseits getan, was im Rahmen meiner Möglichkeiten war, will andererseits so viel Menschen wie möglich motivieren, mit zu helfen. Mein Wunsch an euch: Verzichtet in den nächsten Tagen oder Wochen auf einen Kaffee (wenn ihr wollt auch auf einen ganzen Tanklastzug) und spendet das Geld, um ein Menschenleben zu retten...
Spendenkonto Shelter Now: 25 23 058
BanK: Nord/LB BLZ 250 500 00
Auf der Internet-Seite von Shelter kann man auch Online spenden, wenn euch das lieber ist.

Auch wenn Spenden nicht an die große Glocke gehängt werden soll - ich finde es auch schön, wenn man sich gegenseitig motiviert und würde euch bitten, beim Kommentar einfach reinzuschreiben "Ich mach mit" (die Menge des Kaffeeverzichts müsst ihr ja nicht angeben)...

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halb-halb

Kopf und Magen hängen noch etwas schief, aber die Beine sind schon wieder auf den Beinen...

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Samstag, Dezember 26, 2009

Antworten

Langsam kommen die Lebensgeister wieder - dank Cola geht es dem Magen etwas besser, aber der Kopf ist wach, obwohl ich lieber schlafen würde...also kann ich die Zeit auch nutzen, um ein paar Gedanken aufzuschrieben.
In den letzten Wochen habe ich für mich als Antwort auf das Leid zwei Antworten gefunden:
- Gottes Antwort auf das Leid, ist es zu teilen...die Botschaft von Weihnachten
- Unsere Antwort auf das Leid, das uns begegnet, ist es zu lindern (nicht alles Leid, das wäre viel zu viel, aber das Leid, das unseren Weg kreuzt).
- Gottes Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, dass er Trost sendet.
- Unsere Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, den Trost wahrzunehmen und zu empfangen.

In den letzten Tagen hab ich viel über die Antwort auf den Tod nachgedacht. Wie kann man antworten, wenn etwas unwiederbringlich vorbei ist? Meine Freundin Rosemarie hat mich mit dem Stichwort "nicht das letzte Wort" auf eine interessante Spur gebracht.
- Gottes Antwort auf den Tod ist ebenfalls, dass er ihn teilt und überwindet. Das ist die Botschaft von Ostern.
- Unsere Antwort auf den Tod kann die Hoffnung sein, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern es ein "danach" in einer neuen Welt gibt, weil ER den Tod überwunden hat.
- Unsere Antwort auf den Tod kann schon hier in dieser Welt das Vertrauen sein, dass der Gott des Friedens auch der Gott der Erstattung ist (im Hebräischen kommen beide Worte aus der Gleichen Bedeutungswurzel)...und dass der Tod auch hier auf dieser Erde nicht das letzte Wort haben wird - wie auch immer Gottes friedens-gefüllte Erstattung aussehen mag.

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Durchhänger

Meine Schwester hat neben meinem kleinen süßen Neffen auch noch einen wenige süßen Magen-Darm Virus mitgebracht. Frohes Fest - ohne mich. Ich hab den ganzen Tag zwischen Bad und Bett verbracht - hatte nicht mal die Energie zu lesen...also richtig ernst...hoffe, dass es nur eine ein-Tages-Fliege (oder Virus) ist und ich Morgen wieder auf den Beinen bin...mal sehen...

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Freitag, Dezember 25, 2009

Jesus - Bilder

Als Teenager bin ich, immer dann, wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen und mit Gott verankern wollte, zu einem Kruzifix am Waldrand gelaufen - etwa eine Viertelstunde vom Haus meiner Eltern entfernt...habe dort Dinge mit Jesus besprochen und ihm anvertraut.
Ich bin heute mal wieder hin...der Jesus dort ist mir fremd geworden...möglicherweise, weil ich schon lange nicht mehr dort war. Aber vor allem, weil er so unnatürlich aussah. Eine Art Bodybuilder Jesus, mit muskelstarkem Oberkörper und Armen, die eher aussahen, als würde er Klimmzüge machen - nicht schmerzgekrümmt alles Leid der Welt auf den Schultern tragen. In den letzten Monaten ist für mich Jesus als der, der Leid vielleicht nicht immer wegnimmt, aber auf alle Fälle immer teilt, sehr bedeutsam geworden.
Ein unberührter, emotionsloser Jesus, der so aussieht, als würde ihm all das nichts anhaben, bleibt mir fremd.

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Afghanistan

Jedesmal wenn ich neue Nachrichten über die Tanklaster-Geschichte in Afghanistan höre, macht mich das wütend.
- Ja, es ist in Ordnung, dass man diskutiert, ob dieser Militärschlag gerechtfertigt war.
- Ja, es ist auch in Ordnung, dass man zweifelhafte Informationspolitik an den Pranger stellt.
Aber:
- es macht mich wütend und hilflos, zu wissen, dass täglich Dutzende von Kindern, die mit ihren Familien aus von Taliban beherrschten Gebieten geflohen sind - oder "nur" in unwirtlichen Regionen wohnen vom Hungertod bedroht sind oder sterben.
- es macht mich wütend, dass Hunderte von Kindern, die täglich sterben, nicht so viel Druckerschwärze wert sind, wie die (Fehl)entscheidungen eines Generals und mancher Politiker.
- Es macht mich hilflos, zu wissen, dass Tausende von Euro für Untersuchungskomissionen ausgegeben werden, die Berge von Papier produzieren - und es nur EINEN Euro kosten würde, ein Kind für einen Monat am Leben zu halten und mit Nahrung zu versorgen (Info von Shelter Now, die vor Ort Not lindern).
Haben wir das Maß der Menschlichkeit verloren?

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Kleiner Wecker

Von eilig tapsenden Kinderfüssen (mein Neffe, der gerade "sauber" wird und dringend aufs Töpfchen musste) geweckt zu werden hat was - auch wenn 7.30 NICHT meine bevorzugte Zeit ist, an Feiertagen wach zu werden.

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